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Die Spuren der Römer
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Nur Wenig blieb von der einst bedeutenden Handelsniederlassung MENINX im Süden bei El Kantara übrig. Reste eines Mosaiks, Teile von Marmorsäulen, verzierte Friesreste und
eine karge Landschaft, das sind die einzigen Fundstücke hier vor Ort. Ein kreuzförmiges Taufbecken aus den Resten einer Basilika wurde in`s Bardo Museum nach Tunis gebracht und kann dort besichtigt werden. Die
Geschichte dieser Stadt blieb bis heute allerdings völlig im Dunkeln, entsprechende Grabungen stehen noch aus und es ist durchaus möglich, daß die Gründung dieses Ortes noch weit vor der Zeit der Römer liegt. Der
Ort El Kantara selbst, die erste Ansiedlung auf Djerba nach dem Römerdamm, besteht nur aus wenigen Häusern und einer Kaserne zum Schutz gegen das benachbarte Libyen.
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Der fast 7 Kilometer lange und an die 10 Meter breite Damm verbindet die Insel Djerba seit römischer Zeit mit dem Festland, evtl. bestand diese Verbindung schon seit
punischer Zeit. Der Grund für seine Errichtung war sehr einfach: Erreichte eine Karawane aus Afrika nach Monaten die Küste, war es äußerst umständlich, alle Waren auf Schiffe zu verladen. Durch Anstieg des
Meeresspiegels wurde er jedoch später überflutet, durch die kriegerischen Auseinandersetzungen Dragut´s mit den Spaniern als letzte Fluchtmöglichkeit gewaltsam durchbrochen und erst nach dem 2. Weltkrieg wieder
errichtet. Die parallel laufenden dicken Rohre dienen dem enormen Bedarf der Hotelanlagen mit Süßwasser, nur mit Zisternen und salzhaltigem Grundwasser wären die Pools der Hotels alle längst ausgetrocknet.
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Als Alternative zum Römerdamm besteht nach wie vor die Schiffsverbindung nach Djorf auf dem Festland. In Adjim ist deshalb immer etwas los, denn die Fähre bringt nicht
nur Touristen sondern auch Fracht für die Insel. Kaum vorstellbar, aber dieses hin und her findet schon seit knapp 3000 Jahren statt als sich an dieser Stelle das antike TIPASA befand ( Vermutung, es gibt keine
Überreste ). Und auch heute bleibt die Wahl der Qual: Fähre oder Umweg von mehr als 100 Kilometern über den Damm.
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Im Ort Ajim selbst gibt es Cafés, Souvenirläden und Naturschwämme. Seit alters her wird der Schwamm von Tauchern vom Meeresgrund heraufgeholt, von der Miniaturausgabe bis
zur Fußballgröße. Natürlich hat so ein Produkt auch seinen Preis, als originelles und beliebtes Mitbringsel sind die Naturschwämme hervorragend geeignet. In der Nähe von Adjim lag eine weiter Festung mit Namen
Bordj El Marsa, allerdings gibt es davon nur noch wenige Überrest im kargen Sand.
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Das Ausgrabungsgelände der Römerstadt erreicht man nach ca. 20 Kilometern auf der Route MC 108 vom Fährhafen Djorf nach Medenin bei der Ortschaft Bou Grara. Die
Stadtgründung erfolgte bereits von den Phöniziern im 6 Jahrhundert v. Chr. Auf Grund der günstigen Lage entwickelte sie sich bald zu einem blühenden Umschlagsplatz für Waren, die mit Karawanen oder per Schiff
antransportiert wurden. Um 46. n.Chr. übernahmen die Römer die Stadt und erweiterten sie. Nach deren Untergang konnte der Ort noch eine gewisse Zeit seine Bedeutung erhalten und wurde im 4 Jahrhundert sogar Zentrum
der Christen in Südtunesien. Erst 430 brachte der Sturm der Vandalen das Ende der Stadt.
Wer eine gewaltige Ausgrabung wie z.B. in Dougga erwartet, wird etwas enttäuscht sein. Dennoch lohnt der Besuch, schon
wegen der schönen Lage. Thermen, das zentrale Forum, reste verschiedener Tempel, Wohnhäuser und einer byzantinischen Festung können besichtigt werden. Die guten Fundstücke und ein Modell der Stadt sind im
Bardo-Museum in Tunis ausgestellt.
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