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Houmt Souk: Die Hauptstadt von Djerba
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Mit ca. 20.000 Einwohnern ist Houmt Souk die einzige größere Stadt auf Djerba. Der Namen mit der Übersetzung
"Marktsiedlung" weist auf die wichtige Funktion als Handelszentrum und Hafen hin, was bereits die Römer bzw.
Phönizier erkannt hatten. Heute hat sich der Handel fast zu 100% auf den Tourismus eingestellt und in den malerischen
Gassen findet sich ein entsprechend buntes Warenangebot. Die alten Lagerräume mit ihren Rundgewölben ( Fondouks )
gibt es zwar noch, doch wurden sie entweder in Hotels umgewandelt oder von Handwerken als Werkstätten benutzt.
Auf den kleinen Plätzen findet man überall Cafés und auch an entsprechenden Restaurants ist hier kein Mangel.
Einen Vergleich mit den verwirrenden Souks von Tunis oder z.B. Sousse hält Houmt Souk natürlich nicht stand, dafür
geht es hier wesentlich übersichtlicher und ruhiger zu. Und wer keine Lust mehr auf Bummeln und Feilschen hat, findet
schnell wieder aus den Gassen heraus, zurück zur Hauptstraße Av.Habib Bourgiuba und damit auch zum eigentlichen
Zentrum von Houmt Souk. Für die Rückfahrt zum Hotel nimmt man sich von hier ein Taxi oder man spart und benutzt
einen Bus vom Busbahnhof aus, soweit Ihr Hotel in der Nähe einer Haltestelle liegt.
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A. TÜRKENMOSCHEE ( DJAMA EL TOURK)
Moschee aus dem 17. Jahrhundert, erbaut wärend der osmanischen Herrschaft, kenntlich am unüblichen, runden Turm
und sieben Kuppeln. Da sie heute den Malekiten als Gebetshaus dient, ist kein Zutritt möglich. Der Montags- und
Donnerstagsmarkt von Houmt Souk findet hier statt.
B. FREMDENMOSCHEE ( DJAMA EL GHORBA )
Ein klobiges Gebäude mit Kuppeln und streng quadratischem Minarett (verziert mit Schriftbändern), obenauf eine Art
Laternenaufsatz, grenzt diese Moschee im Osten an die Souks und ist mit der Türkenmoschee nicht zu verwechseln.
C. KATHOLISCHE KIRCHE
Etwas fremdartig wirkt diese von den Franzosen erbaute Kirche mit zwei Glockentürmen. Nur ein kleiner Nebenraum wird
für Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen noch verwendet, der Haupttrakt wurde umfunktioniert und beherbergt heute
eine Sportstätte.
D. VOLKSKUNDEMUSEUM
Hier, im Musée des Arts de Traditions populaires, werden u.a. traditionelle Kostüme, Schmuck, Küchenutensilien und
eine Töpferwerkstatt gezeigt und man erhält einen kleinen Einblick in die Lebensweise der Djerbi einst und jetzt.
Öffnungszeiten: Außer Freitags täglich von 8.00 - 12.00 und 15.00 - 19.00 (Sommer) - 9.30-16.30 (Winter)
E. BORD EL KEBIR
Direkt am Meer liegt die von Spaniern auf römischen Fundamenten errichtete Burg, genannt auch Bordj Ghazi Mustapha,
nach einem Heiligen, dessen Grabstätte sich ebenfalls hier befindet. Ihr ungefähres heutiges Aussehen erhielt sie vom
berüchtigten Korsaren Dragut, der sie in den Jahren 1560-1570 ausbauen ließ. Dann kam sie in den Besitz des Beys von
Tunis, der die Burg wiederum den Franzosen überlassen mußte ( im 2. Weltkrieg waren hier für kurze Zeit Deutsche Soldaten ).
Langsam verfiel die Burg, erst 1968 begannen umfangreiche Renovierungsarbeiten. Von den Burgmauern hat man einen
schönen Ausblick, im Inneren sind einige Geschützgalerien und Kanonenkugeln zu finden. Der Lybische Markt findet in der
Nähe der Burg statt ( immer Donnerstags).
Öffnungszeiten: Außer Freitags täglich von 9.30-16.30 (Winter) und 8.00-12.00 und 15.00-19.00 (Sommer)
F. SCHÄDELOBELISK
Zwischen Hafen und Burg ließ Dragut 1560 nach der Eroberung des Forts aus den Schädeln der geköpften Spanier als Abschreckung eine Pyramide
errichten. Die gesamte spanische Besatzung von 5000 Mann verlohr bei der Eroberung der Burg ihr Leben. 9 Meter hoch
und mit Ton haltbar gemacht stand hier diese Pyramide fast 300 Jahre. Erst 1848 wurde das grausige Monument auf Druck
der Franzosen beseitigt. Heute erinnert an dieser Stelle ein schlichtes Mahnmal an die schreckliche Vergangenheit.
G. HAFEN
Nur schwer ist beim heutigen Anblick vorstellbar, daß von hier aus einst römische Galeeren, vollbeladen mit wertvollen Waren aus
Afrika, Richtung Heimat aufbrachen. Nur noch wenige bunte Fischerboote dümpeln im meist ruhigen Wasser, von
einem gewaltigen Handelszentrum ist außer einem beliebten Fotomotiv nichts mehr geblieben.
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Zur Flamingoinsel ( Ile des Flamonds) werden täglich Schiffsausflüge angeboten die im Hotel gebucht werden können.
Mehrere Boote sind hierbei im Einsatz u.a. auch ein Glasbodenboot. Wie in allen Feriengebieten mit Pauschaltouristen
sind diese Piratenfahrten mit Umtrunk, Essen und ungezwungener Fröhlichkeit fast schon obligatorisch und daher sehr
beliebt. Sogar den geschulten Animateuren macht es immer wieder Spaß die Flamingos in solch ausgelassener Stimmung
zu besuchen. Die Fahrt an sich ist sehr schön, oft begleiten auch Delphine das Boot in einiger Entfernung oder man
kann andere Meeresbewohner beobachten. Nur die Zugvögel, die findet man hier natürlich nur in den Wintermonaten,
doch die haben natürlich fast Alle schon vergessen - na ja, it`s party time !
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